Hip Hop

Unsere Hip Hop Pros Michelle und Christian stellen sich vor und erklären, was sie an dieser Jugendkultur so fasziniert.


Wer die Rookie Übung schafft bekommt einen Punkt, für Advanced gibt es zwei und für Pro drei Punkte.

Auf Youtube finden Sie unter den Videos auch die schriftliche Anleitung zu den Übungen. Viel Spaß beim Trainieren.

Übungen für 5. - 6. Schulstufe (10-12 Jahre)

Rookie - Apache

Advanced - Six Step

Pro - Baby Freeze

Übungen für 7. - 8. Schulstufe (13-14 Jahre)

Rookie - Indian Step

Advanced - Atomic Six S.

Pro - Shoulder Freeze

About Hip Hop


Hip Hop steht für Lebensfreude und bezeichnet eine gesamte Kultur, die mehrere Kunstformen umfasst. Seine Wurzeln liegen in den 1970er-Jahren, in den sogenannten „Projects“, den sozialen Wohnbauten New Yorks. In den letzten 40 Jahren schaffte Hip Hop als Jugendkultur einen weltweiten Siegeszug. Vor allem durch seine Musik- und Tanzformen begeistert Hip Hop Jugendliche auf allen Kontinenten. Was als Party in einem sozialen Brennpunkt begann, ist heute eine Multi-Millionen-Dollar-Industrie.

Die Entstehung 

Am 9. August 1973 veranstaltete Clive Campbell aka (also known as) DJ Kool Herc in einem Keller eines Hochhauses in der New Yorker South Bronx für seine kleine Schwester eine Party mit dem Motto „Back to School“. Und diese Party war ein voller Erfolg − Hip Hop war geboren! Clive begrüßte von da an die Gäste seiner Partys mit dem legendären Spruch: „I am DJ Kool Herc − and you always come back for more!“ Die Bezeichnung Hip Hop ist eher zufällig entstanden und geht auf den DJ (Disc Jokey) und Musikproduzenten Afrika Bambaata (Lance Kahyan Aasim) zurück. Bambaata wurde bei einer Party von einem Redakteur gefragt, wie denn das Ganze heiße und Bambaata bedient sich eines Wortspiels der MCs („Master of Ceremony“) und antwortete: „That´s a Hip Hop“ − „Eine coole Party“.

Die Elemente 

Zu Beginn umfasste die Szene vier Elemente (künstlerische Ausdrucksformen). Zuerst kam der DJ, der die Musik spielte. Dann kam der MC, dessen Aufgabe es war, das Publikum durch Zurufe in Reimform zu animieren („Put your hands up in the air, and party like you don`t care!“). Die TänzerInnen wurden von DJ Kool Herc als „Breakboys“ oder „Breakgirls“ bezeichnet, da sie auf die Breakbeats (Instrumentalteil) tanzten, was später von den Medien als „Breakdance“ bezeichnet wurde. Das vierte Element war „Writing“ und wurde später unter dem Namen „Graffiti“ berühmt. In weiterer Folge entstanden Kunstformen wie Beatboxing, oder es wurden bestehende Tanzformen wie „Popping“ oder „Locking“ von der Szene adoptiert.

Hip Hop im Unterricht 

Durch seine Vielseitigkeit und kulturelle Relevanz schafft das Thema Hip Hop eine gute Basis für fächerübergreifenden Unterricht. Neben einer spannenden Zeitgeschichte bietet diese Kulturform Gestaltungsmöglichkeiten in der bildenden Kunst (Erarbeiten von Graffitis), eine Auseinandersetzung mit seiner Musik und Sprache (Beats und Raps), oder kann zu Bewegung in Form von Tanz animieren. SchülerInnen können ihre Kreativität mit großer Begeisterung frei entfalten. 

Tanzen mit Kids und Jugendlichen

Der Beat

Bevor man mit komplexeren und koordinativ anspruchsvolleren Bewegungsmustern beginnt, ist es zunächst sinnvoll, auf die Grundstruktur der Rhythmik einzugehen. Die meisten zum Unterricht verwendeten Musikstücke basieren auf einem musikalischen 4/4-Takt. Im Tanz empfiehlt sich jedoch die gebräuchliche Zählweise auf 8 (die Zusammenfassung von zwei 4/4-Takten). Vier solcher „8er“ ergeben eine Phrase (Refrain, Strophe oder Instrumentalteil, bestehen zumeist aus einer, in seltenen Fällen auch aus zwei solcher Phrasen). Für die ersten Übungen orientiert man sich am Schlagzeug oder den Percussions und übt, zu jedem Schlag zu klatschen, mit den Knien zu wippen oder mit dem Fuß zu stampfen. Im nächsten Schritt konzentriert man sich auf einzelne Akzente, und klatscht z. B. nur die eins und die fünf usw.

1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 klatschen − 
1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 stampfen oder am Platzgehen (rechts/links abwechselnd) 
2 - 4 - 6 - 8 klatschen

2 - 6 klatschen

1 - 3 - 5 - 7 stampfen

1 stampfen 2 klatschen 3 stampfen

4 klatschen usw.

Kombinationsmöglichkeiten 

Ist ein grundsätzliches Rhythmusgefühl gegeben, konzentriert man sich auf das Körperbewusstsein. Dieses erreicht man durch isolierte Bewegungen einzelner Körperpartien oder Körperteile wie z. B. Kopf, Schultern, Arme, Brustkorb, Hüfte, Knie, Füße usw. In Kombination mit den vorangegangenen Rhythmusübungen ergeben sich nun viele Variationsmöglichkeiten.

Übungssequenz 

1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 wippen der Knie und gleichzeitig 2 - 4 - 6 - 8 klatschen

Abwechselndes Aufstellen der Ferse (rechts/links) und Schließen der Füße auf 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8

2 - 4 - 6 - 8, Schnippen der Finger usw.

Achtung: Meist liegt der musikalische Akzent auf 2 - 4 - 6 - 8 (stärkere Betonung durch das Schlagwerk), oft tendieren wir aber trotzdem dazu, 1 - 3 - 5 - 7 zu klatschen. Hier sollte sinnvoller Weise der rhythmischen Akzentuierung auch in der Bewegung Rechnung getragen werden.

Musikliste

Unser Experte Markus Eggensperger empfiehlt folgende Tracks für die Hip Hop Einheiten:

1. Just begun - Jimmy Castor Bunch
2. The Mexican - Babe Ruth
3. The Breaks - Curtis Blow
4. We are Family - Sister Sledge
5. Fresh Prince of Bel Air - Will Smith
6. Planet Rock - Afrika Bambaataa
7. Harder, Better, Faster - Daft Punk
8. The Message - Grandmaster Flash
9. Rapper´s Delight - Sugarhill Gang
10. Apache - Incredible Bongo Band